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Fortführende Maßnahmen sind unumgänglich

 

Auf der Tafel vor den Arnimschen Gräbern war am 16.12.2016 folgende Information zu lesen:

 

„Der Friedhof wird endlich restauriert. Die Arbeiten begannen im April 2012 mit einer Gruppe Jugendlicher der Jugendbauhütte Brandenburg/Berlin der ijgd, welche ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege bzw. in der Gartendenkmalpflege ableisten. Angeleitet durch Michael Soika und Wolfgang Voigt wurden die gravierenden Schäden im Betonsockel und dem Metallgitter behoben.

lnfolge fehlender Dehnungsfugen entstanden unkontrollierte Spannungen im Gefüge. Das führte zu Rissen und Brüchen im Betonsockel und Metallgitter. Als problematisch stellten sich die nachträglich vernieteten Steck- und Schweißverbindungen heraus. Im Fußbereich der Gitterpfosten sind Vertiefungen, sie begünstigten das Eindringen von Wasser Die entstandenen Blattrost- und Frostaufbrüche führten zu Verformungen im Betonsockel. Gleichzeitig bewirkten die Wurzeln des Lindenbaumes vor dem Südgitter die weiteren Verformungen am Metallgitter und Betonsockel. Die jetzigen, konservatorischen Maßnahmen verringern die Spannung in allen Bauteilen und sind eine temporäre Konservierung.

Im Wesentlichen besteht die Einfriedung aus gusseisernen Gitterfeldern und Pfosten. Lediglich auf der Ostseite ist das fünfte Feld von Süden aus Stahl. Diese Struktur wurde vermutlich mittels Laser- oder Wasserstrahl hergestellt.

Unter dem heutigen schwarzen Anstrich wurden zwei unterschiedliche Farbfassungen festgesteift. Als neue Farbigkeit wurde ein grüner Farbton festgelegt, der mit der grünen Patina der bronzenen Grabplatten harmoniert und dem historischen Befund entspricht.

Fortführende Maßnahmen sind nach gründlichen Vorbereitungen unumgänglich. In dieser kurzen Zeitspanne konnten nicht alle Probleme behoben werden. Im Beton bezieht sich das auf waagerechte Risse infolge Blattrostbildungen an den Pfostenfüßen. Am Gitter sind die Blattrostpakete in den Steckverbindungen das große Problem. Die Blattrostpakete in den Steckverbindungen haben weiterhin das Potential, Spannungen und Brüche zu verursachen. Seminargruppe vom 16.-20.04.2012. Michael Soika und Wolfgang Voigt.“

 

Zur Erklärung: Die Jugendbauhütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds des Landes Brandenburg gefördert.

Die Seminargruppe der „Jugendbauhütte Brandenburg/Berlin“ war vom 16. bis 20. April 2012 in Wiepersdorf tätig. Offenbar sind die „Lehrmeister“ Michael Soika und Wolfgang Voigt damals vom Beginn einer umfassenden Sanierung der Grabanlage ausgegangen. Wieso sonst die Formulierung „Der Friedhof wird endlich restauriert“.

Fakt ist allerdings, dass in diesen fünf Tagen nur an der „Einfriedung“ gearbeitet wurde, und dass allein in diesem Detailbereich „fortführende Maßnahmen nach gründlichen Vorbereitungen unumgänglich sind“. Diese Formulierung lässt den Schluss zu, dass es sich bei dieser Maßnahme nur um einen „Schnellschuss“ handeln konnte. Weiterführende Arbeiten in den Jahren nach 2012 sind ebenso nicht bekannt wie eine erfolgte Restaurierung der eigentlichen Grabstellen.

 

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