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Orangerie

Orangerie 1992. Foto Jürgen Stich

 

Der Besucher, der heute die Wiepersdorfer Anlage mit Herrenhaus, Atelier, Park, Orangerie und Gräber betrachtet, sollte bedenken, dass dies alles nichts mit jener Zeit zu tun hat, die vom Gutsherr und Dichter Achim von Arnim und zeitweise auch von seiner Frau Bettina geprägt wurde. Dieses Gesamtkunstwerk hat der Maler Achim von Arnim-Bärwalde ab 1876 geschaffen. Sein Wirken markiert den Übergang vom Gutshaus zum Herrenhaus.

In seinem Testament bat er darum, das Haus „in wohnlichem Zustand“ und die „neu angelegten Gärten und Alleen in ihrem gegenwärtigen Umfange zu erhalten“ und keinesfalls „in Ackerland oder Wald umzuwandeln“. Die Photographien aus den Jahren nach 1921 belegen, dass die Familie von Arnim diesen Willen respektiert hat. Nach 1945 kümmerte sich kaum jemand um Orangerie und Park. Erst mit der Rekonstruktion der Gesamtanlage in den Jahren 1973 bis 1980 besann sich das Ministerium für Kultur der DDR auch der Orangerie. Aus dem Installationsplan der „Produktionsgenossenschaft des Elektrohandwerks Jüterbog“ vom 5. Mai 1980 geht hervor, dass in den Bauteil zwischen den beiden Eingangstoren Umkleideraum, Abkühl-Kaltwasserraum, WC, Toiletten u. Waschraum, Kaffeeküche und Saunakabine eingebaut wurden. Im Halbrund vor den bis auf den Boden reichenden Fenstern wurden Tische und Sessel für die Nutzer der Arbeits- und Erholungsstätte arrangiert.

Nach seinem Amtsantritt im Frühjahr 1992 konnte Direktor Peter Hahn den vom Generaldirektor des Kulturfonds der DDR Wolfgang Patig und dem Wiepersdorfer Leiter Georg Hoffmann bereits in Gang gesetzten Umbau der Orangerie verhindern. Projektiert war die Aufteilung des halbrunden Baus in einzelne abgetrennte Räume für Ateliers. Die für diese Baumaßnahme angelieferten Stahlträger befinden sich bis heute im Lagergebäude.

Für diese Entscheidung gab es mehrere Gründe: Mit dem unverantwortlichen Eingriff in die Architektur der Orangerie wäre erneut eine Nutzung durch die Öffentlichkeit nicht möglich gewesen. In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung Deutschlands strömten Tausende nach Wiepersdorf. „Donath“, die einzige Gaststätte im Dorf, konnte die Nachfrage nach Speis und Trank kaum bewältigen. Im Herrenhaus selbst war 1992 im Hinblick auf die laufende Rekonstruktion sowie die zukünftige Nutzung als Künstlerhaus eine gastronomische Betreuung der Besucher nicht möglich. Es lag nahe, den Gästen nach den Führungen durch Atelier, Kirche, Grabanlagen und Park in der Orangerie Kaffee und Kuchen anzubieten. Die Bewirtschaftung erfolgte durch die Mitarbeiter des Künstlerhauses - und brachte zusätzliche Einnahmen. Nicht unwichtig war auch der Einbau von öffentlichen Toiletten.

 

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